Besuch der MiRO am Mittwoch, 25.06.2025, 14.30 Uhr, Temperatur 33,9 Grad C, sonnig. Anfahrt mit MTW oder Privatfahrzeugen. Diese eigentlich einfache „Lage“ stellte sich den Angehörigen der Altersabteilungen der Feuerwehr Karlsruhe, sowie einigen Pensionären der Berufsfeuerwehr. Besondere Herausforderungen waren nicht abzusehen.
Die Anfahrt zur MiRO bereitete den Teilnehmern jedoch unerwartete Schwierigkeiten. Ein Unfall auf der B 10 im Baustellenbereich, kurz vor der Rheinbrücke, führte zu einem Zusammenbruch des Verkehrs im gesamten Karlsruher Westen, nichts ging mehr. Ein einziges Chaos, sehr lange Anfahrtszeiten. Beispielsweise dauerte die Fahrt von Neureut zur MiRO 50 Minuten, von Grötzingen aus sogar 1 Stunde 45 Minuten.
Aber schließlich handelte es sich bei den Teilnehmern um ehemalige aktive Feuerwehrangehörige. Mit Taktik, Teamgeist und Erfahrung aus der Aktivenzeit, viel Kommunikation über Handy zum Altersobmann und dessen Koordinierung mit den Verantwortlichen bei der MiRO meisterten schließlich (fast) alle Abteilungen die Aufgabe und erreichten schließlich das Besucherzentrum der MiRO. Das Programm konnte mit über einer Stunde Verspätung beginnen. Die Wartezeit wurde mit Getränken und intensiven Gesprächen überbrückt.
Der Besuch begann mit einer allgemeinen Information. Die Mineraloelraffinerie Oberrhein (MiRO) ist Deutschlands größte Raffinerie und eine der modernsten und leistungsfähigsten Raffinerien in Europa. 1.100 Beschäftigte verarbeiten das Rohöl zu Produkten wie Benzin, Diesel, Heizöl, Bitumen und Einsatzstoffen für die chemische Industrie, ungefähr 15 Millionen Tonnen im Jahr. Das Röhöl wird über Pipeline angeliefert, der Versand der Fertigprodukte erfolgt über die Straße, Schiene, auf dem Wasserweg und Pipeline. Die Prozessabwärme wird in das städtische Fernwärmenetz eingespeist.
Mit zwei von den MiRO zur Verfügung gestellten Bussen folgte eine sehr interessante Führung über das ausgedehnte Werksgelände. Vorbei an den imposanten Industrieanlagen wurden die einzelnen Prozessschritte erläutert. Nicht minder beeindruckend waren die großen Tanklager mit einer Kapazität für 730.000 m³ Rohöl und 3.900.000 m³ Produkte. Abschluss der Rundfahrt und – für viele Teilnehmer auch ein Höhepunkt – war natürlich der Besuch der Feuerwache. Vom Kommandanten und dem Schichtführer wurden die speziellen Aufgaben der Werkfeuerwehr erläutert und die Fahrzeuge vorgestellt. Die vielen Fragen der Teilnehmer wurden geduldig beantwortet.
Wieder im Besucherzentrum eingetroffen, gab es nochmals Erfrischungsgetränke und eine kleine Stärkung für den Rückweg. Für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer war es ein sehr interessanter und beeindruckender Nachmittag. Hierfür bedanken wir uns bei der Miro für dieses besondere Erlebnis.
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